Sebastian Lechner

Volkswagen braucht einen Zukunftsplan für Konzern und Standorte

Spekulationen über Werke und Stellenabbau helfen nicht

Die Berichte und Spekulationen über Stellenabbau und mögliche Werksschließungen lösen verständlicherweise Zukunftssorgen bei den Beschäftigten und ihren Familien aus. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brauchen Klarheit und eine verlässliche Perspektive. Rot-Grün muss der Verantwortung des Landes als Anteilseigner endlich gerecht werden.

Für Volkswagen kommt es jetzt auf ein schlüssiges Gesamtkonzept an: Wettbewerbsfähige und bezahlbare Fahrzeuge, innovative Produkte, effizientere Strukturen und eine klare Perspektive für die Standorte.

Die Landesregierung muss Vorstand und Arbeitnehmerschaft dabei unterstützen, den Konzern zukunftsfähig aufzustellen, die Interessen des Landes, der niedersächsischen Standorte, ihrer Beschäftigen und der Zulieferer zu wahren. Diesen Prozess werden wir konstruktiv begleiten.

Zugleich benötigt die deutsche Automobilindustrie mehr Freiraum in Europa. Neue Flottenvorgaben und zusätzliche Bürokratie wären der falsche Weg. Maßstab muss die tatsächliche CO₂-Einsparung sein und nicht eine politisch vorgegebene Antriebsart.

Europa ist gefordert, staatlich gestützten Überkapazitäten aus China auf unserem Markt wirksam entgegenzutreten und so Wertschöpfung und Arbeitsplätze zu schützen.