Sebastian Lechner

SuedLink nimmt weiter Fahrt auf

Im Gespräch mit Landwirten und TenneT über Herausforderungen und Auswirkungen vor Ort

Der SuedLink - größtes Infrastrukturprojekt der Energiewende mit einer Länge von 700 km - soll voraussichtlich ab 2028 Windstrom aus dem Norden über unterirdische Gleichstromleitungen in den Süden Deutschlands transportieren. Für den nördlichen Trassenabschnitt ist der Vorhabenträger TenneT verantwortlich. Vor Ort in Neustadt-Basse wird sichtbar, worauf es beim Netzausbau jetzt ankommt: Auf Tempo, auf Bezahlbarkeit und auf die Akzeptanz der Menschen.
 

Klar ist: Die Energiewende kann nur durch den Ausbau der Stromnetze gelingen. Aber sie darf nicht an der Lebensrealität der Menschen vorbeigeplant werden. Besonders im ländlichen Raum, wo Ackerflächen in Anspruch genommen werden und Eingriffe in die Landschaft direkt spürbar sind, braucht es vernünftige, bodenschonende und wirtschaftlich tragfähige Lösungen. Auch muss unsere kritische Infrastruktur angesichts zunehmender Bedrohungen durch physische Angriffe, Sabotage und Cyberkriminalität geschützt werden. Gleichzeitig müssen wir sicherstellen, dass sie bei Ausfällen schnell und zuverlässig wiederhergestellt werden kann. 

Deshalb gilt: Erdkabel dort wo sie notwendig sind, Freileitungen dort, wo sie sinnvoll, schneller umsetzbar und kosteneffizienter sind. Genau diesen Weg beschreibt der Koalitionsvertrag im Bund.

Wer es mit der bezahlbaren Energiewende ernst meint, darf nicht gleichzeitig jede sachliche Debatte über Kosten, Geschwindigkeit und Umsetzbarkeit blockieren.